XENON FÜR ALLE
eine Innovation von OSRAM


Das derzeit beste Autolicht kommt aus Xenon-Scheinwerfern. Doch nur etwas unter 30 Prozent der Neuwagen sind in Deutschland damit ausgerüstet.  Verantwortlich dafür sind hauptsächlich die hohen Aufpreise ab rund 800 Euro, die Käufern von kleineren Modellen durchaus wehtun. Doch Xenon könnte billiger werden – dank einer neuen Technik.

OSRAM liefert eine Lampe für das 25-Watt-Xenon. Sie heißt D8 und sieht der D1 zum Verwechseln ähnlich. Austauschbar ist sie aber nicht.
Sie heißt 25-Watt-Xenon und ist eine Art kleine Schwester des bisherigen Systems. In diesem tun Gasentladungslampen mit 35 Watt Dienst. Die Technik ist bei beiden Lösungen weitgehend identisch und so gleicht die von OSRAM entwickelte Lampe für die neuen Scheinwerfer den schon bislang eingesetzten wie ein Ei dem anderen. Die Scheinwerfer unterscheiden sich auch kaum. Was also ist anders am 25-Watt-Xenon und warum ist es billiger?


Offensichtlich ist der Unterschied in der elektrischen Leistung, die beim neuen System zehn Watt pro Seite niedriger ist. Sie hat einen geringeren Lichtstrom zur Folge, der bei 2000 Lumen liegt. Zum Vergleich: 35-Watt-Xenon bringt etwas über 3000 Lumen. Die Sichtweite des Autofahrers leidet unter dem Rückgang kaum. Nach vorn leuchtet 25-Watt-Xenon nahezu genauso weit. Ein Verlust tritt nur in der Breite der Ausleuchtung ein – irgendwo muss sich der geringere Lichtstrom halt auswirken.

Zunächst mag die Neuentwicklung deshalb jetzt als Rückschritt erscheinen. Warum machen Scheinwerfer- und Lampenhersteller so etwas? Der Grund liegt an einem Grenzwert in den Zulassungsvorschriften. Ab 2000 Lumen schreiben sie eine automatische Leuchtweitenregelung und die Scheinwerferreinigungsanlage vor. Und letztere ist manchen Autoherstellern ein Dorn im Auge. Zum einen kostet sie Geld und zum anderen bringt sie etliche Kilogramm Gewicht auf die Waage, hauptsächlich in Form des größeren Wasservorrats.

Die schwächeren Xenon-Scheinwerfer kommen also ohne die auch Dusche genannte Reinigungsanlage daher. Experten rechnen damit, dass die Aufpreise auf rund 500 Euro zurückgehen könnten. Das neue System ist daher hauptsächlich für kleine und mittlere Modelle gedacht. Die 35-Watt-Variante wird es weiter geben. Die Lampen sind nicht gegeneinander austauschbar.

Die ersten Autos mit dem neuen Xenon sind der neue VW Beetle und der Audi A1. Eine Scheinwerferreinigungsanlage haben sie nicht, wohl aber die automatische Leuchtweitenregelung. Die Hersteller bauen sie freiwillig ein. Und, liebe Autofirmen, macht das auch weiterhin so! Denn die manuelle Lösung mit einem Regler in Cockpit verwenden viele Autofahrer nie. Manche wissen noch nicht einmal, dass sie so etwas haben. Bei Beladung kommt es dann zur Blendung. Und die soll doch auch mit dem neuen, preisgünstigen Xenon nicht geben.